9 Wege, Ihre Hochzeit (nicht) zu ruinieren

Welches Brautpaar möchte sich nicht bei seiner Traumhochzeit mit glücklichen Gästen umgeben? Die Zufriedenheit der Gäste ist ein ganz ausschlaggebender Faktor einer gelungenen Hochzeitsfeier. Die Organisation einer Hochzeit ist hingegen eine Herkules-Aufgabe und erfordert Kenntnisse und Fähigkeiten, über die Brautpaare in der Regel nicht verfügen. Man heiratet ja meist nur ein Mal im Leben, vielleicht ein zweites Mal. Es gilt daher leider die alte Regel: Hinterher ist man immer schlauer. Wieso also nicht von den Erfahrungen anderer profitieren? Animiert durch einen Facebook-Thread zum Thema habe ich 9 Problembereiche herausgegriffen, die sich bei Hochzeiten regelmäßig stellen. Um das Ganze etwas humorvoll zu gestalten, habe ich dabei einige nicht ernst gemeinte Überschriften gewählt. Entstanden sind so 9 Wege, um Ihre Hochzeit (hoffentlich nicht) zu ruinieren. Ich hoffe, dass Sie auch hiervon profitieren können:

 

1. Problembereich: Die Ankunft oder wie Sie Ihre Gäste schon von Anfang an vergraulen

Eine Vielzahl von Beiträgen schildert, wie man sich schon bei Beginn des Hochzeitstags orientierungslos gefühlt habe. Eine Begrüßung durch das Brautpaar oder Vertreter habe nicht stattgefunden. Ansagen gab es auch keine. Man fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes wie bestellt und nicht abgeholt.

 

Die Lösung:

Die Lösung liegt auf der Hand: Begrüßen Sie Ihre Gäste, entweder persönlich oder durch einen Vertreter (Trauzeuge o. ä.). Händigen Sie ein Tagesprogramm aus (könnte man auch in ein Kirchenheft o. ä. einlegen), bieten Sie ein Glas Sekt vorab an. Aus meiner Sicht ein ganz hervorragender Vorschlag ist, bereits eine Stunde vor der Trauung ein Willkommens-Get-together für die Gäste anzubieten. Um einen schönen Rahmen für Ihre Gäste zu schaffen und die Atmosphäre kommunikativ und zwanglos zu gestalten, sollten Sie hier einen musikalischen Live-Rahmen erwägen. Ich unterstütze Sie gerne.

 

2. Problembereich: Das Wetter oder wie Sie Ihre Gäste leiden lassen können

Im Winter werden Sie hinsichtlich des Wetters kaum Probleme haben, da die meisten Hochzeiten zu dieser Jahreszeit nicht mehr im Freien stattfinden. Einzig Glättegefahr im Auto und zu Fuß mag es da zu beachten gelten. Die allermeisten Hochzeitsfeiern finden allerdings in der Zeit zwischen Mai und Oktober statt. Die Outdoor-Hochzeit, möglichst in der freien Natur, dient vielen Hochzeitspaaren als Idealvorstellung. Ein regnerischer Tag oder sengende Hitze ist dabei in aller Regel nicht Teil des Hochzeitstraums. In dieser Saison etwa bin ich bei  vielen Hochzeiten mit Temperaturen von 35 Grad und mehr aufgetreten. Es ist bereits kaum für das Brautpaar, schon gar nicht aber für die Gäste, zumutbar, bei diesen Temperaturen im Freien, womöglich in der prallen Sonne auszuharren.

 

Die Lösung:

Bedenken Sie insofern also folgendes: Sie benötigen definitiv einen „Plan B“ für Regen/Sturm. Treffen Sie auch Vorkehrungen für den Fall von Temperaturen jenseits der 25 Grad Celsius. Zu denken ist an: Lockerung des Dresscodes durch Mitteilung vorab, Schattenplätze für alle Beteiligten während der Trauung und beim Empfang, ausreichend und dauerhaft kühle Getränke, Fächer, Ventilatoren usw. Die technische Ausrüstung eines Musikers ist übrigens auch nicht hitze- und regenresistent. Insofern wird daher unbedingt ein Pavillion o. ä. benötigt.

 

 

3. Problembereich: Die Einbindung der Gäste oder wie sie mit schlechter Laune und Zwangs-Aerobic die Stimmung vermiesen

Keine Frage: Ihre Gäste möchten Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Allerdings „verlangen“ Ihre Gäste auch, dass Sie als Brautpaar sich an Ihrem Hochzeitstag gut gelaunt zeigen und sich auch als Paar zeigen und Aufmerksamkeit schenken. Sie sind nicht nur zwei einzelne Gastgeber, sondern eben gerade als Brautpaar die wichtigsten Personen des Tages.

 

Die Lösung: Finden Sie als Gastgeber die Balance zwischen Inne halten als Paar und dabei ansehbar sein und – ggfs. einzeln – für ihre Gäste da zu sein.

 

Thema Spiele: Bitte keine Zwangsspiele o. ä., bei denen Gäste mitmachen müssen. Allerdings ist ein Unterhaltungsprogramm für die Gäste immer schön. Die Basis und den unverzichtbaren Rahmen bildet hierbei professionelle Live-Musik. I-Tüpfelchen könnte etwa ein Tischzauberer, ein Live-Zeichner, Comedian o. ä. sein. Auch hier gilt indes: Setzen Sie unbedingt auf Profis!

 

4. Problembereich: Wartezeiten für die Gäste oder wie Sie Ihre Gäste zu Tode langweilen

In unserer schnelllebigen Zeit ist sinnloses Warten den meisten Menschen ein Dorn im Auge. Insbesondere ein sich an die Trauung anschließendes Foto-Shooting schildern viele Gäste als ein besonderes Ärgernis. Das Brautpaar verschwindet einfach für mehrere Stunden und niemand weiß, was nun passiert.

 

Die Lösung:

liegt auf der Hand! Schaffen Sie unbedingt einen musikalischen Rahmen für Ihre Gäste während des Sektempfangs, gleich ob Sie ein Fotoshooting planen oder nicht! Bereits hierdurch haben Ihre Gäste Unterhaltung und fühlen sich gewertschätzt. Organisieren Sie das Paarshooting ggfs. vor der Trauung oder am Tag nach der Hochzeit. Wenn es nach der Trauung sein soll, begrenzen Sie den zeitlichen Rahmen und kommunizieren Sie die Abläufe an Ihre Gäste.

 

5. Problembereich: Schlechte Organisation des Ablaufs oder wie Sie Ihre Gäste im Regen stehen lassen

Orientierungslos stehen die Gäste umher, keine kennt den anderen, keiner kennt den Tagesablauf. Dann endlich ein kurzer Blick auf das Brautpaar während der Trauzeremonie und der Gratulation. Danach wieder zwei bis drei Stunden warten, ohne einen Schimmer, wann und wie es weiter geht usw. Klingt unangenehm? Ist es auch und wird von Hochzeitsgästen häufig gerügt.

 

Die Lösung:

Vorher wirklich gut alles durchplanen, sich online wie offline erkundigen und bei der Planung auf die Hilfe von Profis setzen. Brautpaare, die ihre Hochzeit um 11 Uhr beginnen wollen, um möglichst viel vom Tag zu haben, überschätzen ihre Leistungsfähigkeit und die ihrer Gäste regelmäßig in epischem Ausmaß. In der – gut geplanten - Kürze liegt hier die Würze!

 

6. Problembereich: Probleme mit dem Essen oder wie Sie es sicher nicht allen Recht machen

Das Essen, ein Problem. Es ist nun einmal Geschmackssache und letztlich auch Budgetfrage. Möglicherweise können oder möchten Sie es beim Essen in der Tat nicht jedem Recht machen. Klassische Fehler: Die Eistorte bei 38 Grad Raumtemperatur – ein Haufen Elend. Dinnermusik, die so laut ist, dass sie jedes Gespräch im Keim erstickt.

 

Die Lösung:

Ein paar grundlegende Dinge kann man schon beachten, um sich bei den Gästen nicht direkt unbeliebt zu machen. Fragen Sie vorab nach Einschränkungen: Allergien? Vegetarier oder Veganer? Unverträglichkeiten? Halten Sie auch für Ihre Gäste mit speziellen Wünschen adäquates Essen bereit. Sorgen Sie überhaupt während des Tages dafür, dass kleine Snacks und Getränke, zumindest Wasser, für die Gäste jederzeit zur Verfügung stehen. Zu wenig Essen ist schlimmer als zu viel. Hungrige Gäste sind schlecht gelaunte Gäste. Das Dinner sollte spätestens ab 19 Uhr geplant sein und auch beginnen.

Hinsichtlich der Atmosphäre beim Dinner liegt die Lösung ebenfalls nahe: Setzen Sie auf professionelle Live-Dinnermusik – niemals zu laut, stets die Exklusivität Ihres festlichen Hochzeitsdinners betonend.

 

7. Problembereich: Unprofessioneller Einsatz von Technik oder wie Sie für Fremdschäm-Momente sorgen

Die Diashow, die einfach nicht starten will. Die musikalische Untermalung, die kein Mensch hört, weil sie zu leise ist. Das Mikrofon, das partout nicht funktioniert. Und so weiter, und so weiter. Derartige technische Pannen sind ärgerlich, weil absolut vermeidbar.

 

Die Lösung:

Sämtliche Technik unbedingt vorab vor Ort testen oder gleich einem Profi überlassen.

 

8. Problembereich: Die lieben Kleinen oder wie Sie jede romantische Stimmung zerstören  

Man könnte meinen, wie man es macht, man macht es falsch. Gäste mit Kindern fühlen sich nicht ausreichend gewürdigt, Gäste ohne Kinder sind von den Kleinen genervt. Wie macht man es richtig?

 

Die Lösung:

Hier hilft gute Organisation. Wer es sich leisten kann, beauftragt einen gewerblichen Babysitter-Service. Geschulte Kräfte kümmern sich um die Kinder und bieten diesen ein unterhaltsames Programm. Wer es sich nicht leisten möchte, auf Profis zurückzugreifen, sollte dennoch ein Kinderprogramm organisieren. Insbesondere während der Trau-Zeremonie sollte die gesamte Aufmerksamkeit dem Brautpaar und der Zeremonie zukommen. Schreiende oder herumtollende Kinder, so süß sie auch sein mögen, stören hier meist. Es handelt sich um die wichtigste Stunde des Hochzeitspaares, die dann auch tatsächlich nur dem Brautpaar vorbehalten sein sollte. Aber auch im Anschluss sollten Sie dafür Sorge tragen, dass die Kinder spielen können und beim Essen (Kinderstühle, separater Kindertisch etc.) versorgt sind. Für stillende Mütter und Babies, die im Kinderwagen schlafen sollen, sollten Sie einen ruhigen Bereich vorhalten.

 

9. Problembereich Party/DJ oder wie Sie Ihre Gäste nach dem Abend möglichst schnell loswerden

Immer wieder beschweren sich Gäste über einen fehlenden Profi-DJ oder aber einen DJ, der bei Empfang, Dinner und/oder Party nicht für gute Stimmung sorgt.

 

Die Lösung:

Bitte setzen Sie auch hier unbedingt auf Profis. Eine Playlist ersetzt die Fähigkeiten eines DJs nicht ansatzweise. Ein guter DJ weiß, wie er die Partystimmung abends hoch hält. Bei Sektempfang und Dinner hat der DJ ohnehin nichts verloren. Hier sollten Sie auf Live-Musik vertrauen, um sich den besonderen Charakter und Glanz der Live-Darbietungen zu sichern.